U Svegliu Calvese und die Polyphonietreffen in Calvi

Jahr 2021

Letzte Aktualisierung der Seite : 20. Oktober 2021

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Die 33. Rencontres finden vom 14. bis 18. September 2021 statt.

À l'iniziu c'era a voce

  

 

U SVEGLIU CALVESE
La Poudrière / Citadelle
20260 CALVI

Tél : 04 95 65 23 57
Fax : 04 95 65 41 54
Mail : svegliu@gmail.com

affiche

Das Programm der 33. Rencontres de Chants Polyphoniques de Calvi

Montag, 13. 21.30 Uhr Kathedrale LULA PENA (Portugal)
Archivo Pittoresco

Dienstag, 14.

18 Uhr Oratorium André MARKOWICZ, Françoise MORVAN, Annie EBREL, Hélène LABARRIERE
(De la Russie à la Bretagne en passant par une contrebasse)
Avril
  21.30 Uhr Kathedrale PIERS FACCINI
(Die Kunst der Klage)
Shapes of the Fall
Mittwoch, 15. 11 Uhr Oratorium ANA CARLA MAZA (Kuba)
Bahia

18 Uhr Kathedrale A FILETTA & L'ENSEMBLE CONDUCTUS (Korsika-Italien)
Archincanto

21.30 Uhr

Kathedrale Vincent PEIRANI (akkordeon) - François SALQUE (cello) Jan BOUCAULT & Johnny Rasse (Vogelstimmen)
(Voyages du Nord au Sud)
Migrations


Donnerstag, 16.

11 Uhr Oratorium Musiksalon von Frank Tenaille :
Die Musik der Welt und die Inseln


18 Uhr Oratorium Stéphane CASALTA & ARMONIOSOINCANTO - Luca FALOMI & Rosela LIBERTAD (Corse-Italie) , Canti a Lucendiluna  


21.30 Uhr Kathedrale Éléonore PANCRAZI & Sandrine LUIGI
(Von Korsika nach Andalusien, vom Gelehrten zum populären) - Melodia  
PROGRAMMÄDERUNG : Siehe hier.
Freitag, 17. 11 Uhr Oratorium Enza PAGLIARA, Dario MUCI & Antongiulio GALEANDRO (Italie)
(Canti e musiche del Salento)
18 Uhr Oratorium THE GLAS VOCAL ENSEMBLE (Danemark)
Songs from the Heart


21.30 Uhr Kathedrale Fadia TOMB-EL-HAGE & L'ENSEMBLE FRAGMENTS (Libanon)
Masārāt
Samstag, 18. 11 Uhr Oratorium Daniele di BONAVENTURA (Italien)
Vom Heiligen zum Profanen
E CANALETTE E E PROVE
Start eines musikalischen Schaffenswettbewerbs
18 Uhr Oratorium Abir NASRAOUI, Tarek ABDALLAH & Adel SHAMS EL-DIN (Ägypten)
Eine Hommage an das goldene Zeitalter der ägyptischen und arabischen Musik
21.30 Uhr Kathedrale A FILETTA - Fadia TOMB-EL-HAGE - Daniele Di BONAVENTURA - Fanou & Nico TORRACINTA
(Geburtstagsgeschenk zum 40. Jahrestag von Svegliu Calvese)
Une storia bella

Jeden Abend begrüßen A FILETTA die eingeladenen Gruppen mit einigen Liedern 

Das Tagebuch der Rencontres

Dieses kleines Tagebuch wird jeden Abend nach den Konzerten gegen 1 Uhr nachts verfasst. Als Ergebnis liefert es die ungefähren, ungefilterten ersten Eindrücke des Redakteurs. Dann wird dieser Kommentar einige Tage später überarbeitet, angereichert, vertieft, je nach Erinnerungen, Diskussionen und Analysen. Der Leser sollte also nicht überrascht sein, dass sich diese Texte weiterentwickeln. Zögert nicht, auf die Seite zurückzukommen! Wie jedes Jahr findet man unten die Fotos von Silvio Siciliano, einer der Fotografen von Svegliu. Und auch einige von meinen, die in meiner Galerie vollständig zu sehen sind.

Montag, 13. September

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Allen Widrigkeiten zum Trotz setzt U Svegliu Calvese, das in diesem Jahr seinen vierzigsten Geburtstag feiert, alles daran, dass diese Rencontres trotz der vielen Einschränkungen unter den besten Bedingungen stattfinden. Es versteht sich von selbst, dass der globale Gesundheitskontext die Programmgestaltung ernsthaft erschwert, aber das Programm ist wie jedes Jahr sehr attraktiv. Wie es in den letzten Jahren zur Tradition geworden ist, geht den Rencontres, die offiziell am Dienstag, 14., beginnen, am Montag ein "Prolog" voraus.

Heute Abend fällt das Eröffnungskonzert unter dem Titel Archivo pittoresco der mysteriösen portugiesischen Sängerin, Komponistin, Gitarristin und Dichterin Lula Pena zu.
Es ist kein Fado, wie man vielleicht erwarten könnte. Obwohl wir viele Einflüsse finden (Folk, Blues, französische Chansons, Fado, Bossa Nova), ist Lula Penas Musik sehr persönlich. Sie singt in verschiedenen Sprachen (Portugiesisch, Spanisch, Italienisch, Französisch) mit einer erstaunlichen Stimme, begleitet von einem einzigartigen Gitarrenspiel. Die Lieder reihen sich ohne Unterbrechung aneinander; man muß in Lulas Universum eintreten und sich verzaubern lassen, um es vollständig zu würdigen.

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Fotos : Maria Natale Villanova - (Klicken um zu vergrößern/verkleinern)
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Fotos : Jean-Claude Casanova - (Klicken um zu vergrößern/verkleinern)
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Fotos : Silvio Siciliano - (Klicken um zu vergrößern/verkleinern)

Dienstag, 14. September

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Die offizielle Eröffnung der Rencontres war an diesem Dienstag um 18 Uhr im Oratorium mit einem ganz besonderen Konzert: das Zusammentreffen von russischer Poesie und der Bretagne. Texte von Françoise Morvan in Schwingung versetzt mit Liedern aus dem traditionellen bretonischen Repertoire, dargeboten von Annie Ebrel und mit russischer Poesie, hervorragend gesprochen von André Markowicz, begleitet von Hélène Labarrière am Kontrabass. Man hätte gedacht, es wäre streng. Im Gegenteil, es war eine wahre Freude!

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Fotos : Maria Natale Villanova - (Klicken um zu vergrößern/verkleinern)
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Fotos : Jean-Claude Casanova - (Klicken um zu vergrößern/verkleinern)
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Fotos : Silvio Siciliano - (Klicken um zu vergrößern/verkleinern)

Ein Novum der 18-Uhr-Konzerte: Philippe-Jean Catinchi greift jetzt nur noch zu Konzertbeginn ein. Er hat eine Viertelstunde Zeit, sich im Rahmen des Programms mit einem Thema seiner Wahl zu befassen. Heute waren es vor allem Dante Alighieri und das Wort "Übersetzung". Es war spannend.

lundi

Das Konzert um 21.30 Uhr wird von A Filetta mit Dormi, Kyrie und U Sipolcru eröffnet, bevor Piers Faccini vorgestellt wird, der in Begleitung einer exzellenten Cellistin, Juliette Serrad, das Repertoire seines Albums Shapes of the Fall präsentiert.
Er beginnt sein Konzert auf der Rückseite der Kathedrale und geht A Capella singend den Mittelgang hinauf. Eine nicht klassifizierbare Musik, genährt von Folk, italienischer Tradition, türkischen Weisen, den Klängen des Maghreb und Barockmusik. Lieder auf Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch oder Arabisch.
Das Duo wird bei einem Stück von Ana Carla Maza begleitet, die wir erwartungsvoll am Mittwochmorgen noch einmal hören.
Das Thema des Zusammenbruchs der Welt hätte düster sein können; es ist voller Schwerkraft, aber leuchtend. Ein wunderschöner Eröffnungsabend!

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Fotos : Maria Natale Villanova - (Klicken um zu vergrößern/verkleinern)
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Fotos : Jean-Claude Casanova - (Klicken um zu vergrößern/verkleinern)
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Fotos : Silvio Siciliano - (Klicken um zu vergrößern/verkleinern)

Mittwoch, 15. September

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Dieser Mittwoch der Kontraste, war laut Philippe-Jean Catinchi auch der des Cellos.
Um 11 Uhr treffen wir im Oratorium die überschwängliche Ana Carla Maza mit dem Repertoire ihres letzten Albums Bahia wieder.
Ich persönlich war nicht wirklich überzeugt von dieser Darbietung, aber sie wurde vom Publikum sehr geschätzt. In jedem Fall verfügt die junge Frau über eine ausgezeichnete Cellotechnik und hat bereits Auftrittserfahrung.

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Ana Carla Maza - Fotos : Jean-Claude Casanova
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Ana Carla Maza - Fotos : Silvio Siciliano

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Das Konzert um 18 Uhr trägt den Titel Archincanto: A Filetta knüpfen an eine Partnerschaft mit dem italienischen Ensemble Conductus an, die 2011 begann. So sehr ich zurückhaltend war, als diese Zusammenarbeit begann, desto mehr bin ich heute davon eingenommen.
Ob beim Wiederhören der Lieder von Medea oder von korsischen Liedern, die Arrangements von Marcello Fera sind wunderbar und die Musiker von Conductus ausgezeichnet. Die Kontraste harmonieren und ergänzen sich glücklich. Das Konzert endet mit Sor aqua, entnommen dem „Loblied der Geschöpfe“ (Sonnengesang) von Franz von Assisi.

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A Filetta und Conductus - Fotos : Jean-Claude Casanova
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A Filetta und Conductus - Fotos : Silvio Siciliano

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Der so gut begonnene Abend würde in Apotheose enden. Zuerst drei Lieder von A Filetta von seltener Intensität: Lacrimosa von Requiem, A Paghjella di l'Impiccati und schließlich Benedictus.

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A Filetta - Fotos : Maria Natale Villanova
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A Filetta - Fotos : Jean-Claude Casanova

Wir warteten mit großer Neugier auf Migrations, das Zusammentreffen von Vincent Peirani (Akkordeon) und François Salque (Cello) mit den Vogelgesängen von Jean Boucault und Johnny Rasse.
Die beiden Instrumentalisten, einer aus dem Jazz, der andere aus der Klassik, verblüfften uns mit ihrer Virtuosität und Sensibilität, und die beiden Sänger, die keine Vogelstimmenflöte benutzten, sondern traditionelle Techniken der Stimmatmung, Diphonie, Trillergesang, Hochfrequenzpfeifen oder Borduntöne und perkussives Singen haben uns gleichzeitig bewegt, erstaunt und bei der Zugabe amüsiert. Sie imitierten nicht nur perfekt das Vogelgezwitscher, sondern mit ihren Bewegungen in der Kathedrale auch ihr Verhalten.

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Fotos : Maria Natale Villanova
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Vincent Peirani, François Salque, Jean Boucault und Johnny Rasse - Fotos : Jean-Claude Casanova
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Vincent Peirani, François Salque, Jean Boucault und Johnny Rasse - Fotos : Silvio Siciliano

Donnerstag, 16. September

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Um 11 Uhr treffen wir uns zum Salon de musique von Frank Tenaille, Ethno-Journalist und künstlerischer Leiter des Chantier (Zentrum für die Schaffung von Weltmusik). Das diesjährige Thema: die Inseln. Immer wieder faszinierend und mit zahlreichen Hörproben illustriert.

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Franck Tenaille - Foto : Jean-Claude Casanova

lundi

Nach der brillianten Präsentation von Philippe-Jean Catinchi, die hauptsächlich Nadia Boulanger gewidmet ist, präsentiert um 18 Uhr Stéphane Casalta "Canti a Lucendiluna", begleitet vom italienischen Chor Armoniosoincanto (R. Franco Radicchia), dem Gitarristen Luca Falomi und der argentinischen Sängerin Rosela Libertad.
Ein sehr schönes Konzert, das es uns ermöglichte Stéphane wiederzusehen, und insbesondere die großartige Stimme von Rosela Libertad, die Gitarre von Luca Falomi und den Chor, den wir 2019 mit Daniele di Bonaventura gehört hatten, zu würdigen.

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Fotos : Maria Natale Villanova
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Stéphane Casalta, Armoniosoincanto, Luca Falomi, Rosela Libertad -Fotos : Jean-Claude Casanova
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Fotos : Silvio Siciliano

jeudi

Infolge der Absage von Eléonore Pancrazi besteht das Abendkonzert aus einem ersten Teil mit Sandrine Luigi mit einem vielfältigen Repertoire: Villa-Lobos, Yupanqui, Ciucciarella... Virtuosität, Feinheit des Anschlags, Sensibilität... Überragend! Eine großartige Gitarristin.

Dann folgt die Ablösung durch A Filetta mit einem Konzert, das den Helden der Mythologie gewidmet ist. Eine Gelegenheit für die Gruppe, eine Reihe ihrer Kreationen für das Theater zu präsentieren.
Zuallererst die bewundernswerte Medea, aus der wir drei Auszüge hören: L'Invitu, U Casticu und U Furore; dann Odysseus von Orlando Forioso; König Ödipus von Noël Casale; und zum Abschluß zwei Auszüge aus Dantes Göttlicher Komödie, die sie letzten Samstag im Theater von Bastia präsentiert haben.
Aber das Fest wäre nicht komplett gewesen, wenn als Zugabe nicht Sandrine Luigi zu den Sängern gekommen wäre, um A Muntagnera und Una Tarra C'Hè zu interpretieren.

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Fotos : Maria Natale Villanova
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A Filetta und Sandrine Luigi - Fotos : Jean-Claude Casanova
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A Filetta und Sandrine Luigi - Fotos : Silvio Siciliano

Freitag, 17. September

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Um 11 Uhr treffen wir mit Freude Stammgästen der Rencontres wieder: Enza Pagliara und Dario Muci, die Sänger von Salento. Begleitet werden sie heute von dem Akkordeonisten Antongiulio Galeandro.
Das Konzertrepertoire besteht aus traditionellen Liedern aus dem Salento, einer Mikroregion Apuliens, sowie Kompositionen von Enza und Dario, insbesondere das sehr schöne Luce de occhi. Hervorragend begleitet von Antongiulio boten uns Enza und Dario ein großartiges Konzert, bei dem sie sich bei der vom Tamburin wild rhythmisierten Pizzica genauso wohlfühlen wie in den Serenaden, die sie manchmal in apulischem Dialekt, manchmal in Grico singen, einem lokales Überbleibsel des Altgriechischen.

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Enza Pagliara, Dario Muci und Antongiulio Galeandro - Fotos : Jean-Claude Casanova
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Enza Pagliara, Dario Muci und Antongiulio Galeandro - Fotos : Silvio Siciliano

vendredi

Um 18 Uhr hören wir die fünf Sängerinnen (Ania Rybacka, Katrina Petersen, Johanne Baadsgaard Lange, Else Schantz Juutilainen und Maria Kynne) des dänischen Vokalensembles GLAS wieder, das wir 2016 hier entdeckt haben.
Einige Sängerinnen haben sich geändert, aber die Qualität ist gleich geblieben. Dieses stark vom bulgarischen Gesang beeinflusste Ensemble präsentierte auch Lieder aus den skandinavischen Ländern. Die fünf Sängerinnen haben wundervolle Stimmen und eine perfekte Technik.
Es war ein frischer, begnadeter Moment dieser Rencontres (und auch das einzige reine Polyphoniekonzert außer jenen mit A Filetta) !

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Vokalselskabet GLAS - Fotos : Jean-Claude Casanova
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Vokalselskabet GLAS - Fotos : Silvio Siciliano

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Um 21.30 Uhr präsentierten uns nach drei großartigen Stücken von A Filetta (L'Anniversariu di Minetta, In Ogni addiu, Ghmerto) Fadia Tomb El-Hage und das Ensemble Fragments (bestehend aus einem Flötisten, Simon Widart, einem Pianisten, Pierre Fereaux, einer Violonistin, Virginie Petit, einem Bratschisten, Ralph Szigeti und einem Cellisten, Matthieu Widart) Auszüge aus dem Repertoire von "MASÄRÄT" (Weg, Reise).
Eine Gelegenheit, Fadia in einem anderen Kontext zu hören. Das Repertoire umfaßt libanesische Kompositionen des XX. und XXI. Jahrhunderts, die der französischen Musik der 1930er Jahre ziemlich nahe kommen, mit Texten zeitgenössischer libanesischer Poeten. Texte, die an die tragischen Jahre erinnern, die der Libanon vierzig Jahre lang erlebt hat, hervorragend gesungen von Fadia mit ihrer eine sehr weiten Tessitur umfassenden Stimme.

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Fadia Tomb El-Hage und der Ensemble Fragments / A Filetta - Fotos : Jean-Claude Casanova
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Fadia Tomb El-Hage und der Ensemble Fragments / A Filetta - Fotos : Silvio Siciliano

Samstag, 18. September

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Vor dem Konzert von Daniele präsentierte U Svegliu sein in Zusammenarbeit mit dem Theater von Propriano und U Spaziu de Cargèse entwickeltes Projekt: einen Wettbewerb für musikalisches Schaffen, der offen ist für junge professionelle Musiker oder die es werden wollen. Es wird "E canalette è e piove" heißen, in Anlehnung an ein Gedicht von Filippini, das das antike Bewässerungssystem erinnert, das durch das Bringen von Wasser Leben brachte.
A Filetta und U Svegliu haben ihren 40. Geburtstag gefeiert, und beide sind angetrieben von der Idee der Übertragung, der Weitergabe des Staffelstabes.
Eine tolle Idee, die, davon sind wir überzeugt, schon in naher Zukunft Früchte tragen wird.

Es ist eine große Freude, Daniele di Bonaventura wieder zu hören, diesmal allein. Uns fehlen die Superlative, um das immense Talent von Daniele zu beschreiben, ein Musiker, den wir enorm schätzen, und das schon seit Jahren.
Wer seine wunderbare Platte "Canzoni da casa" erworben hat, wird seine solistischen Qualitäten entdeckt haben. Ohne ein vorher festgelegtes Programm begann Daniele zunächst mit einer großartigen Improvisation, bevor er in eine seiner Kompositionen fand, Senza nomine. Dann folgen ein Jazzstandard (My one and only love), weitere Kreationen (Corale, Sanctus), Se va la murga von Jaime Roos und als Zugabe Maria e il mare und daran angehängt "un brano classico molto importante", das in Trance endet. Außergewöhnlich!

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Daniele di Bonaventura - Fotos : Jean-Claude Casanova
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Daniele di Bonaventura - Fotos : Silvio Siciliano

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Das 18-Uhr-Konzert (ohne Philippe-Jean Catinchi, der zum Comic-Festival nach Bastia fuhr) ist eine Hommage an das goldene Zeitalter der ägyptischen und arabischen Musik, insbesondere an das berühmte Oum Kalthoum, mit Kompositionen von Tarek Abdallah. Es war die erste Zusammenarbeit des Duos Tarek Abdallah & Adel Shams El-Din mit der tunesischen Sängerin Abir Nasraoui, und es war ein voller Erfolg. Das Duo kannten wir gut, aber Abir Nasraoui ist wirklich eine Neuentdeckung.

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Abir Nasraoui, Tarek Abdallah & Adel Shams El-Din - Fotos : Jean-Claude Casanova
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Abir Nasraoui, Tarek Abdallah & Adel Shams El-Din - Fotos : Silvio Siciliano

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Und es kommt die Zeit des Finales ...
Natürlich mit A Filetta, aber auch mit FadiaTomb El-Hage, Daniele Di Bonaventura und zwei jungen Gitarristen aus der Balagne: Fanou und Nico Torracinta.

Das Konzert beginnt mit alten Liedern: A Muntagnera, Mare eternu, Una Tarra Ci Hè, A Sergiu und schließlich eine neue Komposition, die auf einer CD mit Liedern aufgenommen wird, die - scoop! - veröffentlicht werden sollen.
Den zweiten Teil des Konzerts bestreiten Nico und Fanou Torracinta, begleitet von Daniele am Bandoneon. Instrumentalstücke und Lieder in englischer Sprache von Nico, mit extremer Finesse vom Bandoneon begleitet.
Daniele setzt sich ans Piano, spielt eine kurze Einführung und die Sänger von A Filetta, begleitet von Fadia, treten auf (etwas zu spät!). Sie singen Notte tana, Kyrie eleison, Letterella, ein Lied von Puz/zle und schließlich singt Fadia ein berührendes sephardisches Schlaflied, begleitet von Daniele am Klavier.
Dieser wird uns auf dem Kirchplatz erzählen, dass er sich "eingerostet" fühlt, weil er schon lange nicht mehr Klavier gespielt hat; verrostete Pianisten wie er, wir wollen mehr davon!
Nach einem komplett neu arrangierten Adeste fideles nimmt Daniele wieder sein Lieblingsinstrument und erklärt, dass er "eine korsische Melodie" spielen wird. Und tatsächlich erkennen wir bald „A l'altru mondu“ der Vincenti-Brüder, mit viel Feingefühl interpretiert. Daniele spielt dann eine seiner Kompositionen, Litania, zu der Jean-Claude den Text geschrieben hat. Der Titel wurde leider nicht auf Mistico mediterraneo veröffentlicht, und das ist schade. Wir haben ihn ein paar Mal im Konzert gehört, und er hätte es verdient gehabt, bei der ECM-Produktion dabei zu sein, ebenso Meditate. Wenn doch Manfred Eicher sein Archiv für eine bereicherte Neuauflage öffnen würde ...

A Filetta singen, immer noch mit Daniele und auch den beiden Gitarristen, Auszüge aus Danse Mémoire danse: Alba impedita, Vintera, In sempiterna, und um beim Thema Widerstand zu bleiben, ein bewegendes Liberata. Mit ganz anderen Arrangements entdecken wir diese Lieder neu: Nicos E-Gitarre und Danieles Bandoneon sind hervorragend. Und da alles ein Ende hat, endet das Konzert mit einem vibrierenden Tbiliso.
Der Saal spendet den Künstlern stehende Ovationen, die zurückkommen um als Zugabe zwei Auszüge aus Himalaya zu singen. Ein prächtiges Finale!

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Final - Fotos : Jean-Claude Casanova
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Final - Photos : Silvio Siciliano

* * * 

Cì simu! Diese XXXIII. Rencontres sind vorbei ... Der Sonntag danach ist ein besonderer Tag: Neben der angesammelten Müdigkeit (wie unbequem sind diese Bänke!) empfinden wir widersprüchliche Gefühle. Eine Art Nach-Rencontres-Depression, gemischt mit dem Glück, schöne Momente der Musik und Freundschaft geteilt zu haben. Wie im letzten Jahr hat Svegliu trotz aller Schwierigkeiten und Zwänge mit diesem Programm, das auf in Europa präsente Künstler beschränkt ist, ein Wunderwerk vollbracht. Und wie jedes Jahr brachte die 33. Ausgabe ihren Anteil an Entdeckungen und Bestätigungen. Auf der Entdeckungsseite erwähnen wir Lula Pena, Hélène Labarrière, Piers Faccini, Vincent Peirani und François Salque, Luca Falomi, Rosela Libertad, Antongiulio Galeandro ... Und bei den Bestätigungen das Ensemble Conductus, das Glas Vocal Ensemble, Tarek Abdallah und Adel Shams EL-Din und schließlich Daniele Di Bonaventura, der uns bei jedem Konzert durch das Erfindungsreichtum und die Finesse seines Spiels überrascht, solo oder als Begleitung, sein Spiel ist immer voller Subtilität und swingt ab dem ersten Takt! Eine besondere Erwähnung verdienen die "Meister" von A Filetta, die uns verschiedene Facetten ihres Talents zeigten, sei es mit Conductus, bei ihren Arbeiten für das Theater und im Finale. So erlebten wir eine weitere außergewöhnliche Ausgabe, Konzerte auf höchstem Niveau, unvergleichliche Instrumentalisten und eine vorbildliche Organisation. Ein riesiges Dankeschön an alle, Künstler, Ehrenamtliche, Techniker, Zeichner ...

Wir treffen uns wieder am 13. September 2022 (vielleicht schon am Montag, dem 12. !) zur XXXIV. Ausgabe, die vom 13. bis 17. September 2022 stattfinden wird..

Hinweis: Zögert nicht, mehrere Male diese Seite zu besuchen. Das Tagebuch wird angereichert durch zusätzliche Kommentare, sowie durch Fotos von Maria Natale Villanova und von mir, die man auch in meiner Fotogalerie finden wird. .

Die Vietelstunde des Philippe-Jean

Eine Neuerung dieser 33. Ausgabe: Philippe-Jean Catinchi verfügt jeden Tag über eine Viertelstunde, um ein Thema seiner Wahl vorzutragen: "Ü̈bersetzung", "Kontraste", "Teilhabe", "Insularität", Nadia Boulanger, Dante, Jean-Claude Carrière, Jacques Lacarrière... Blendend! Eine ausgezeichnete Initiative, die

Die Zeichner

Neuntes Jahr der Anwesenheit der fröhlichen Mannschaft der Pressezeichner! Bauer, Philippe Antonetti, Battì und Raskal zeichnen nach dem Leben und veröffentlichen ihre Zeichnungen in der "Gazette du polyphone".

Die Gazette

Unter der Leitung von Serena Antonetti hat sich die "Polyphone Gazette" zu einer Institution entwickelt. Jeden Tag im Laden erhältlich, gibt es die besten Skizzen der oben genannten Zeichner, sowie ein Editorial von Philippe-Jean Catinchi, eine Rubrik "Una notte, una canzona" und eine kleine Notiz ("Die Rubrik") vom Herausgeber dieser Zeilen (eine kurze Zusammenfassung des obigen Tagebuchs). Jede der vier Ausgaben der Gazette kann als pdf unter der folgenden Adresse heruntergeladen werden: https://www.afiletta.com/gazette2021/.

 

Immerwährender Kalender der Rencontres

(Vielen Dank an Maxime für die Erklärungen)


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