U Svegliu Calvese und die Polyphonietreffen
(Rencontres Polyphoniques) in Calvi
Jahr 2012

Letzte Aktualisierung der Seite : 15. Dezember, 2012

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U SVEGLIU CALVESE
La Poudrièe BP 37
20260 CALVI

 

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U Svegliu Calvese

La Poudrière BP 37

20260 Calvi

Tél : 04 95 65 23 57
Fax : 04 95 65 41 54
Mail : svegliu@gmail.com

24. Rencontres de Chants Polyphoniques in Calvi

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O Settembre, o Settembre, allora versa
Ai nostri cori, avale, a to dulciura.
Aspetteremu dopu l'ora oscura.
Ma forse chi sta gioia un serà persa !
Anton Francescu Filippini
In "Lochi e stagione" (Cardine editore, Roma 1968)*

September, oh September, schenke doch
Deine Milde nun in unsere Herzen ein.
Wir werden später die dunkle Stunde erwarten
Aber diese Freude wird vielleicht nicht verloren sein!


EDITORIAL

So lautet das Gebet, das wir jedes Jahr an irgendeinen rustikalen Gott richten!
Der uns wahrlich seit über zwanzig Jahren erhört: diese Milde, diese Sehnsucht, warm und belebend zugleich, der schöne Monat September destilliert und verbreitet sie großzügig.
Weil September bei uns wie ein Ende in Form eines Anfangs klingt, in Form einer Öffnung: Ende des Sommer, der drückenden Hitze, der Trockenheit, des milchigen Lichts, des Lärmgewirrs, der Klänge und Stimmen, und der Beginn der Fülle einer großzügigen Natur, einer Palette warmer Farben, wo das Gold der Trauben wetteifert mit lila Feigen, und die Rückkehr eines durch den Wind gewaschenen präzisen Lichts und der Beginn eines zurückgewonnenen Raumes, wo man endlich zusammen trifft! Und seht unser Öffnen, wie das von Fenstern, bereit, die besänftigte Luft einzuatmen, wie die weit aufgerissenen Türen der Poudrière, die die Besucher empfangen, wie die Ouvertüre einer Oper, die uns noch zu schreiben bleibt!

Weil wir uns seit 23 Jahren zur selben Zeit damit zufrieden geben, die Ouvertüre einer Oper zu schreiben, die "Am Anfang war die Stimme" genannt werden könnte! Wir schreiben sie mit unseren Wünschen, unserer Begeisterung, unseren Unsicherheiten, wir schreiben sie mit erfundener Musik, oder einfach getragen durch diejenigen, die wir einladen, aber wir schreiben sie vor allem mit dem unermesslichen Wunsch, unsere Glücksmomente zu teilen, unsere unstillbare Neugier und den Wunsch, in dem anderen denjenigen zu finden, mit dem ein Austausch zustande kommen kann: und es ist dieser Austausch, der der Zusammenhalt unserer Komposition ist, die sonst nur ein Flickenteppich von Musik und Stimmen wäre, ohne Seele und ohne Sinn.
Auch in diesem Jahr haben wir unsere Ouvertüre für Euch geschrieben, Musiker, Sänger und Zuschauer, um den Winter zurückzutreiben, die kalte Dunkelheit, die Einsamkeit, weil nur mit Euch "diese Freude vielleicht nicht verloren gehen wird!"

Die Künstler der 24. Rencontres : :

TriOrient /Volkslieder Libanons und des Mittleren Orients (Dienstag, 11., 20.30 Uhr)
Tarek Abdallah (Oud) und Cheikh Zein Mahmoud (Mittwoch, 12., 18 Uhr)
Las Hermanas Caronni(Donnerstag, 13., 18 Uhr)
A Filetta & l’Ensemble Conductus(Donnerstag,13., 21.30 Uhr)
Guylaine Renaud et Beat Achiary(Freitag, 14., 18 Uhr)
Eva Quartet(Freitag,14., 21.30 Uhr)
U Fiatu Muntese(Samstag, 15., 18 Uhr)
Lo Cr de la Plana (Samstag, 15., 21.30 Uhr)

Und zwei Auszüge eines Konzerts A Filettas mit Conductus (29. Oktober 2010) :
A Filetta et Conductus, U Cantu di l'acqua, concert Archincanto, stagione Sonora '10

www.conductus.it


und Paghjella (gleiches Konzert) :

Tagebuch der Rencontres

Ich tue mein Möglichstes, dieses Tagebuch nahezu in Echtzeit zu halten. So sind diese Kommentare, die ich hier liefere, "Live-Reportagen". Sie werden später ergänzt und mit Fotos ausgeschmückt, aber die Tage sind kurz während der Woche der Rencontres!

Die Rencontres 2012 beginnen heute Abend, am 11. September, aber Svegliu hat uns bereits zwei wunderbare Abende in den Gärten der Poudrière geboten (ein außergewöhnlicher Ort zwischen Himmel, Land und Meer):
Zuerst am Samstagabend einen Film von Laurent Billiard über die 30 Jahre (am 13. Juli 2011) von U Svegliu Calvese. Diese ausgezeichnete Dokumentation verfolgt die Entwicklung des Vereins, natürlich mit Highlights der Rencontres, aber auch die unermüdliche Arbeit von Svegliu das ganze Jahr über. Gute Nachricht: dieser Film ist bald auf DVD erhältlich!* ! 
(*)  Les Films du Tourbillon

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Einen weiteren außergewöhnlichen Abend gab es am Montag, dem 10. September, mit der syrischen Schauspielerin Fadwa Suleiman. "Le passage", bezeichnet als „Taschen-Oratorium“, erzählt mit Nachdruck von der Angst, dem Zweifel und der Hoffnung des syrischen Volkes. Fadwa Suleiman, vor kurzem nach Frankreich geflüchtet, hat einen Text in Form eines theatralischen Selbstporträts geschrieben, das über ihren Kampf berichtet.

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Le passage - Foto : Jean-Claude Casanova
Begleitet von Catherine Boskowitz (Lesung) und Tarek Abdallah (musikalische Begleitung: Oud und Gesang), hat die schöne Stimme von Fadwa Suleiman, in Französisch und Arabisch, das Publikum tief bewegt.

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Fadwa Suleiman - Foto : Jean-Claude Casanova

Dienstag, 11. September

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Die 24. Rencontres wurden in diesem Jahr um 18 Uhr im Oratorium St. Antoine mit den tunesischen Sufi-Musikern rund um Sofyann Ben Youssef eröffnet.
Dieses Vokalensemble, das aus Ayachi Mehdi, Mourad Brahim, Nidhal Yahyaoui und Walid Solta besteht, nimmt sich vor, das reiche Repertoire der tunesischen Sufi-Musik in einer Aufführung zu konzentrieren. Die Gruppe begleitete ursprünglich die Tanzaufführung "Rayahzone" und präsentierte sich erst zum zweiten Mal nur für ein Konzert in dieser Konfiguration. Es war geradezu eine Premiere, da einer der Musiker am Flughafen aus "administrativen Gründen" stecken geblieben ist und sich daher nicht der Gruppe anschließen konnte.

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Ensemble soufi - Foto : Jean-Claude Casanova
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Ensemble soufi - Foto : Jean-Claude Casanova
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La dessinatrice Corinne Rey en pleine action - Foto : Jean-Claude Casanova
Ein sehr interessantes Konzert, mit einer besonderen Atemtechnik, das einen kurzen Einblick in das sakrale und profane Repertoire der Sufi-Musik gewährt, und ein reicher Austausch zwischen Jean-Philippe Catinchi und dem Publikum.

Wie in jedem Jahr ist das erste Konzert die Gelegenheit, Freunde, bekannte Gesichter der Stammgäste wieder zu sehen. Das ist wahrhaft nicht der geringste Reiz der Rencontres!

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Das Abendkonzert in der Kathedrale präsentierte das Ensemble TriOrient. Wie üblich begrüßen A Filetta die Gruppe und eröffnen die Rencontres.

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A Filetta - Foto : Jean-Claude Casanova

Zuerst ein sanftes Nana - ohne Jean-Claude, - gefolgt von einem prächtigen Lacrimosa und am Ende ein emotionsgeladenes Anniversariu di Minetta. Jean-Claude ergreift das Wort und bemerkt mit Humor, dass die Rencontres wahrscheinlich in ganz Europa das Musikfestival sind, dessen Programmgestaltung am spätesten abgeschlossen ist!

Unsere Freunde A Filetta karikiert von Bauer :

bauer

TriOrient setzt sich zusammen aus drei Schwestern, Aida (Sopran), Amal (Mezzosopran) und Fadia (Alt) Tomb, Mohammed Ali Hashim Abbas (Violine), Maria Makhoul (Quanoun), Fadi Yaakoub (Percussions) und Samir Tomb (Klavier, Arrangements). Dieses Ensemble widmet sich als Ziel der in polyphoner Weise arrangierten Interpretation alter Volkslieder des Libanons und Mittleren Orients. Eine Art Kreuzung zwischen modaler orientalischer Musik mit diachroner und horizontaler melodischer Phrase, und westlicher tonaler Musik, mit synchroner und vertikaler harmonischer Phrase. Wir haben zuerst einen sakralen Teil gehört mit einem Potpourri aus traditionellen syrisch-maronitischen Liedern, ein traditionelles syrisches Lied, dann ein maronitisches Kyrie, ein traditionelles byzantinisches Lied (als Solo von Fadia gesungen), ein Lied an die Jungfrau Maria und eine Reihe traditioneller byzantinischer, griechischer, arabischer und maronitischer Lieder.
Der zweite Teil des Konzertes war den weltlichen Liedern gewidmet, mit einem traditionellen Mouwachah, libanesischen Volksliedern, ein traditionelles ägyptisches Lied und am Ende ein libanesisches Kinderlied, Tik Tik Tik. Vom Publikum gab es stehende Ovationen für das Konzert. Als Zugabe sangen A Filetta mit TriOrient, dann sang das Ensemble als letzte Zugabe El Helwa Di als Trio.

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TriOrient - Foto : Jean-Claude Casanova

Mittwoch, 12. September

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Wind kommt auf, Wolken ziehen heran, lassen uns um die Aufführung am Donnerstag auf dem Place d'Armes bangen. Aber jetzt ist Mittwoch und das Oratorium erwartet uns, um das Duo mit dem Oud-Virtuosen Tarek Abdallah und Cheikh Zein Mahmoud, die große Sufi-Stimme Ägyptens, zu hören. Nil ist eine Kreation, die zum Teil auf der religiösen, traditionellen Volksmusik Oberägyptens (Sufi Gesang) basiert und auf der urbanen Volkstradition, bereichert mit Elementen aus der religiösen und profanen klassischen Musik. Auch hierbei wieder ein reicher Austausch mit Philippe-Jean Catinchi, mit spannenden von Tarek gelieferten Details.

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Tarek Abdallah et Cheikh Zein Mahmoud - Foto : Jean-Claude Casanova


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Um den Abend zu eröffnen, singen A Filetta drei Stücke: ein wunderbares Miserere, eine Paghjella und eine neue Komposition.

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A Filetta chante la paghjella - Foto : Jean-Claude Casanova

Das Abendkonzert war eine Herausforderung: ein Konzert klassischer Musik innerhalb der Rencontres, die der traditionellen Volksmusik gewidmet sind. Das Wagnis mit diesem Stabat Mater von Dvorak der Chœurs et solistes de Lyon unter der Leitung von Bernard Tétu ist vollkommen gelungen. Das Stabat Mater wurde von Dvorak nach dem Tod seiner drei Kinder komponiert. Die erste Version (die an diesem Abend gegeben wird) ist die Originalversion für Klavier. Diese Erinnerung an das Leiden einer Mutter, die vor ihrem Sohn am Kreuz steht, oszilliert zwischen Schmerz und Gelassenheit, Leiden und Licht. Sieben Teile: ein Stabat Mater als Quartett, gefolgt von Qui est Homo, Eja, Mater fons amoris als Chor, Fac ut ardeat für Bass und Chor, Fac ut portem Christi mortem (Sopran und Tenor) und Inflammatus et accentus (Bratsche) und schließlich ein erstaunliches Andante, Quando corpus morietur, die andächtige Atmosphäre des Werkes durchbrechend.

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Choeurs et Solistes de Lyon - Foto : Jean-Claude Casanova

Die Interpretation dieses Abends ist großartig, mit den Sopranisten Anne-Christine Heer-Thion, Yuree Jang (glänzend) und Myriam Lacroix-Amy, die Bratschen (Laure Dugué, Sarah Jouffroy, Thi-Lien Truong), der Tenor François Roche, der Bass François Maniez und der exzellente Pianist Alain Jacquon.

Donnerstag, 13. September

Nach dem Wind und den Regenschauern dieser Nacht ist der Himmel klar, das Licht großartig, und wir sind zuversichtlich hinsichtlich des Konzerts auf dem Place d'Armes, das unter guten Bedingungen stattfinden sollte. Aber beginnen wir mit dem Warten auf dem Vorplatz der Kathedrale, in der das Konzert 18h stattfinden wird.

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Las Hermanas Caronni (Gianna an der Klarinette, Laura am Violoncello) begeisterte das Publikum mit ihrer frischen und einfallsreichen Musik. Wir finden dabei Anklänge an die Musik Argentiniens, Tangos und Milongas, diese Musik ist eine Kreation aus allen Zeiten. Laura verwendet gelegentlich ihr Cello als Schlaginstrument oder als Berimbau, mit Hilfe eines elektronischen Geräts erzielt sie manchmal einen pizzicato Bass-Rhythmus und den Klang eines Bogens, Gianna benutzt eine Art Kette aus Ziegenhufen oder eine riesige von La Réunion mitgebrachte Bohne. All dies ergibt eine unklassifizierbare Musik, bei der lateinamerikanische Reminiszenzen sich mit klassischer europäischer Musik verbinden.

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Las Hermanas Caronni - Foto : Jean-Claude Casanova

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Das Zusammentreffen A Filettas mit dem Ensemble Conductus, bestehend aus Veronika Egger, Martin Schmidt an der Violine, Nathan Chizzali am Cello, Maria Zaharia (Viola), Silvio Gabardi (Kontrabass) und Marcello Fera (Violine und Leitung), schenkten einem noch nie dagewesenem Werk das Leben. Das Programm ist eine Mischung aus für Streicher arrangierten Kompositionen A Filettas und spezifischen Kompositionen von Marcello nach Texten hauptsächlich von Federico Garcia Lorca und Franz von Assisi.

Die Meinungen waren am Ende des Konzerts sehr geteilt. Wenn man sich auch einig war über die große Qualität der Interpretation des Ensembles Conductus, so bewirkte das Zusammentreffen der Stimmen A Filettas mit den Streichinstrumenten eine Menge Zweifel. Streicher um eine Paghjella anzuordnen ist bei weitem nicht selbstverständlich ...
Besonders die Annäherung der Tonart der Paghjella an den Klang einer Geige konnte in manchen Ohren "falsch" klingen.

Marcellos Arrangements zu den Themen von Medea (L‘Invitu, U Furore) brachten mehr Konsens hervor, ebenso das Lied über Grossu Minutu, aber einige Gesangskompositionen Marcellos konnten einen Teil der Zuhörer, die zu überrascht von der Veränderung des Gesangsstils waren, nicht überzeugen. Kurz gesagt, dieses Konzert hat Gespräche und Debatten hervorgerufen, und das ist gut so!

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Cantu di l'acqua - Foto : Jean-Claude Casanova
Später waren wir auf dem Place d'Armes beim Gespräch mit Dumènica Bianconi, als Orlando dazukam, der uns den neapolitanischen Sänger Francesco Viglietti präsentierte, der am Samstag seinen Auftritt haben wird. Gegenüber unserer beharrlichen Bitte um ein "Pezzettino", entschuldigte er sich und dann ...
Welche Wonne! Was für eine Stimme, warm, zärtlich, voller Zurückhaltung. Es lebe der Samstag!
Aber... das Programm des Freitag erwartet uns, und es verspricht spannend zu werden mit dem Eva Quartet 21.30 Uhr (Bulgarien) und um 18.00 Uhr im Oratorium Guylaine Renaud und Beñat Achiary, begleitet von Dominique Regef und Gérard Siracusa, mit Beatiho (mystische Liebeslieder).

Freitag, 14. September

Schönstes Wetter an diesem Freitag, aber die Konzerte fanden innen statt.

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Im Oratorium gab es Beatiho mit Guylaine Renaud und Beñat Achiary, hervorragend begleitet von Dominique Regel (Drehleier und Cello) und Gérard Siracusa (Schlagzeug und Percussion). Beatiho entstand durch Recherchen, die Guylaine Renaud und das Museon Arlaten in mystischen Texten des Johannes vom Kreuz und der Teresa von Avila durchführten. Die béatilles (beatiho im provenzalischen) bezeichnen kleine Schachteln, die im 18. und 19. Jahrhundert von Nonnen in den Klöstern der Provence gefertigt wurden.

Nach einer derartigen Präsentation konnte die Überraschung nicht größer sein, diese außergewöhnliche (ich würde es mit „ätzend“ übersetzen, was besser passen würde; Anmerkung der Übersetzerin) Musik zu entdecken, der das Schlagzeug und die Percussion des exzellenten Gérard Siracusa Rhythmus verliehen. Guylaine Renaud ("Teresa von Avila") transportiert die Zuhörer in eine Trance. Die sehr freie (um nicht zu sagen „free“) Vokalimprovisation von Beñat Achiary ("Johannes vom Kreuz") hat einige begeistert, andere verstört, aber die Darbietung hat niemanden gleichgültig gelassen. Und das ist wohl das Wesentliche einer wirklich mutigen Programmgestaltung dieser Rencontres.

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Benat Achiary, Guylaine Renaud ,Grard Siracusa - Fotos : Jean-Claude Casanova
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Der Abend mit Eva Quartet in der Kathedrale kündete sich an, braver zu werden...
Zuvor kamen A Filetta und sangen drei Lieder, darunter eine großartige Paghjella di l’Impiccati, was die Enttäuschten und Begeisterten vom Vorabend wieder versöhnte.

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A Filetta - Foto : Jean-Claude Casanova
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A Filetta - Foto : Pierre Casanova

Die vier Bulgarinnen des Eva Quartet (Gergana Dimitrova, Sofia Kovacheva, Evelina Christova und Daniela Stoichkova) wurden von ihrem Direktor begleitet, der mit der Stimmgabel den Ton angab, zweimal Dudelsack spielte und schließlich mit dem Quartett sang; eine sehr schöne Stimme. Das Konzert war ein großer Erfolg. Die Mischung der vier Stimmen ist wunderschön, einzigartig. Ich für meinen Teil bevorzugte eindeutig die geistlichen Lieder, die aus den schwungvolleren traditionellen slawischen Liedern hervorgegangen sind.

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Eva Quartet - Foto : Jean-Claude Casanova
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Eva Quartet - Fotos : Pierre Casanova

Samstag, 15. September

Das Finale der Rencontres ist ein Marathontag: Es beginnt um 15.30 Uhr mit einem Konzert vor den Magazinen der 2. REP (Fremdenregiment der Fallschirmspringer) mit Maria Zaharia an der Viola, Davog Rynne mit der Bodhrán, Eric Jacquin mit dem Akkordeon, Ceccè Guironnet an der Klarinette sowie den Neapolitanern Francesco Viglietti und Alessia Cacace.

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Cheikh Zein Mahmoud - Foto : Jean-Claude Casanova
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Tarek Abdallah & Cheikh Zein Mahmoud - Foto : Jean-Claude Casanova

Wir sehen diese Musiker beim Cantu à l’asgiu wieder, das mit einer Promenade durch die Zitadelle beginnt. Im Oratorium hören wir Tarek Abdallah und Cheikh Zein Mahmoud, dann folgen wir einem Führer zum Place du Tribunal, wo Las Hermanas Caronni auftreten. Zur gleichen Zeit singt das Eva Quartet in der Kathedrale.

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Las Hermanas Caronni - Foto : Jean-Claude Casanova
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Cantu à l'asgiu - Foto : Ursula GLöckner
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Francesco Viglietti & Alessia Cacace - Foto : Jean-Claude Casanova
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Francesco Viglietti - Foto : Ursula GLöckner

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18 Uhr treten dann in der Kathedrale U Fiatu Muntese auf. Wir freuen uns auf diese Gruppe, die wir bei den Rencontres 2001 entdeckten und deren Werdegang wir verfolgten. Im Programm vor allem eigene Kompositionen der Gruppe und als Zugabe ein fantastisches Lamentu d‘Antoninu l‘Ulmisgianu.

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U Fiatu Muntese - Foto : Jean-Claude Casanova

Dem Gespräch zwischen Philippe-Jean und dem Publikum entnehmen wir unter anderem die bevorstehende Veröffentlichung der mit Spannung erwarteten CD, sowie einen von Frédéric zitierten Leitsatz: "die Cetera, man verbringt die Hälfte der Zeit damit, sie zu stimmen und die andere Hälfte der Zeit, falsch zu spielen."

Am Ende des Konzerts wurde uns vorgeschlagen, an der Bastion Malfetanu "Korsika Napoli in voce" zu hören. Einige von uns zogen die Tische (und Toiletten) des L‘Altu vor, da der Abend auf dem harten Pflaster des Place d'Armes lang werden würde. Andere nahmen teil an der Begegnung des korsischen Gesangs (repräsentiert durch Tao-By, Michelle Sammarcelli, Maryline Leonetti, Patrizia Gattaceca, Ange Lanzalavi und Fred Nello) mit dem neapolitanischen Gesang von Francesco Viglietti, Alessia Cacace, Gabriella De Carlo, Luigi Fiscale und Giuseppe Fiscale.

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Lo Còr de la Plana eröffnen den Abend um 21.30 Uhr. Er wäre wahrscheinlich besser gewesen, sie am Ende zu haben, da diese Gruppe eine ansteckende Energie ausstrahlt. Es war frustrierend, nicht das ganze Publikum an einem verrückten Farandole-Finale beteiligt zu haben. Jedenfalls hat der Abend gut begonnen! Auf dem kleinen Platz in der Nähe der Kathedrale Tarek Abdallah dann das Eva Quartet.

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Lo Còr de la Plana - Foto : Jean-Claude Casanova

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Eva Quartet - Foto : Jean-Claude Casanova
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Las Hermanas Caronnni - Foto : Jean-Claude Casanova
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Francesco Viglietti - Foto : Jean-Claude Casanova

Auf der Hauptbühne folgen Las Hermanas Caronni, Francesco Viglietti und schließlich A Filetta, die mit einem Sumiglia von seltener Intensität enden.

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A Filetta - Foto : Jean-Claude Casanova

Und es ist vorbei ... Wir trödeln, versuchen, diese Momente der Freundschaft auf dem Place d'Armes zu verlängern, aber der unerbittliche Zeitpunkt der Trennung nähert sich, zu früh, viel zu früh. Wir wünschen uns Glück, umarmen uns und sagen: "bis zum nächsten Jahr, « s'è Diu vole (so Gott will!)" ! »

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Und vielen Dank, Coco !

Die Rencontres 2013 finden vom 10. bis 14. September statt.

Ein großes Dankeschön an Svegliu, an dessen Präsident, an Dominique, Valerie, Claire (ich nenne sie nicht alle, aber alle hätten es verdient!), kurz, an alle Freiwilligen und allgemein all jene, ohne die dieses große Ereignis nicht existieren würde.

Eine besondere Erwähnung verdient Orlando, der alle Schwierigkeiten mit unendlicher Güte glättet und wesentlich zum freundlichen Charakter der Rencontres beiträgt.

Schließlich noch eine Anmerkung zu den Fotografen. Das Fotografieren des Publikums wurde in diesem Jahr toleriert, und die Zuhörer nutzten diese Freiheit mit Mäßigung und Zurückhaltung. Die Störung kam manchmal von den Profis (die übrigens exzellent waren)... Sicher, der Verschluss einer Spiegelreflexkamera ist laut, und der elektronische Verschluss ist noch nicht allgemein eingeführt. Aber die Fotografen sollten auch ein wenig musikbegeistert sein und sich taktvoll verhalten wenn die Musik leise ist, um den Zuhörern nicht die Freude zu verderben. Fotografenfreunde, es gibt Momente, wo es manchmal erforderlich ist, darauf zu verzichten, auf den Auslöser zu drücken!

Übersetzung der ganzen Seite : Ursula Glöckner.

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Das Sufi-Vokalensemble unter der Leitung von Sofyann Ben Youssef eröffnete offiziell die Rencontres.
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Der Atem und die Stimme der Solisten von Lyon, das Erfordernis einer präzisen stimmlichen Kraft. Photo : Denis Derond
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Beñat Achiary, baskischer Sänger und Musiker. Photo : Denis Derond
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Eva Quartet. Photo : Denis Derond
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Las Hermanas Caronni, zwei Zwillingsschwestern unter dem Einfluss südamerikanischer Musik.
Photo : Denis Derond
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Unter der Leitung von Bernard Têtu, der Chor und Solisten von Lyon. Photo : Denis Derond

Immerwährender Kalender der Rencontres

(Vielen Dank an Maxime für die Erklärungen)


 



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